Jubiläumsausgabe 

 

mit fünf handgefertigten Kassetten. Ca. 2800 Seiten, 1990-2008, 50 Folgen plus 5 Treuegaben, signiert und persönlich gewidmet. 

 

H: 485 mm, B: 260 mm, T: 365 mm, 23 kg 

 

ISBN: 978-3-920096-75-9 1750,- Euro

 

 

 

Der Mann, der möglicherweise Deutschlands größter Erzähler der letzten fünfzehn Jahre genannt zu werden verdient. Diedrich Diederichsen, Spex.

Alles, was Sie dem deutschen Kulturbetrieb schon immer zugetraut haben, aber nie zu glauben wagten, erzählt Ihnen Jörg Schröder ... Gerhard Henschel, FAZ.

Was ist die deutsche Nachkriegskultur, und wie wurde und wird sie gemacht? Und da wird es dann richtig klasse. Schröder erzählt, wer wann und wo was mit wem gekungelt hat, und wie die Chose läuft. Wiglaf Droste, Rolling Stone.

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Seit Mai 1990 produzieren Barbara Kalender & Jörg Schröder die Folgen von ›Schröder erzählt‹ im Desktop-Publishing-Verfahren. Die fünf Jubiläumskassetten enthalten die 1. bis 50. Folge nebst fünf Treuegaben. Sämtliche Folgen werden von Jörg Schröder signiert und handschriftlich nummeriert. Lieferung gegen Vorkasse, Lieferzeit nach Zahlungseingang ca. 14 Tage.

Häufig gestellte Fragen:

FAQ 1: Was ist ›Schröder erzählt‹?
Die Folgen von ›Schröder erzählt‹ verknüpfen autobiographische Stränge mit zentralen und peripheren Ereignissen der Zeitgeschichte. Sie können, wie andere große Zyklen der Literatur, selbständig und in beliebiger Reihenfolge gelesen werden – am meisten Gewinn hat der Leser allerdings von einer durchgehenden Lektüre. Denn es handelt sich eben auch um ein sorgfältig komponiertes Gesamtkunstwerk. ›Schröder erzählt‹ nennt Ross und Reiter. Keine der handelnden Personen wurde anonymisiert, kein Handlungsablauf zu Schlüssellochfiktion herabgewürdigt. Die beiden Autoren schreiben operative Literatur.

FAQ 2: Was ist operative Literatur?
In seiner ›Geschichte der französischen Literatur im 19. und 20. Jahrhundert‹ nennt Victor Klemperer (dessen Werk ›LTI‹ Jörg Schröder 1966 im Melzer Verlag verlegte) den Schriftsteller Jules Vallès, »den ersten Autor einer spezifisch sozialistischen Kunstsparte, des operativen Genres«. Jörg Schröder verlegte dann die Triologie ›Jacques Vingtras‹, Jules Vallès’ opus magnum im März Verlag. Le communard Vallès ist dann auch das Vorbild des ›Schröder erzählt‹-Konzepts. Dieses Werk lässt sich nicht in den starren Zwang eines literarischen Systems einordnen. Schröder & Kalender verlangen von ihren Texten, dass sie wahr sein müssen. Manches wird dann Geschichte, der Leser wird belehrt, manchmal schockiert und immer unterhalten. Mehr Vergnügen kann ein literarisches Werk nicht bieten.

FAQ 3: Warum erscheint ›Schröder erzählt‹ als Tresorpublikation und nicht als normale Buchausgabe?
Bereits vor dem neuen Urteil des Bundesverfassungsgerichts, welches den Grundsatz formulierte, dass die Meinungsfreiheit schon dann tangiert ist, wenn das Persönlichkeitsrecht »deutungsoffen« verletzt ist, war es nahezu sinnlos Prozesse wegen Verletzung des Persönlichkeitsrechts zu führen.
Der Konflikt »Kunstfreiheit versus Persönlichkeitsschutz« wird eben niemals auszuräumen sein. Es wird also immer Samisdatliteratur geben, die Aufklärung bietet, auch in demokratisch verfassten Staaten. In diesem raren Genre nimmt ›Schröder erzählt‹ einen ersten Platz ein. 
Nach zwölf Verfahren wegen Schröders Autobiographie ›Siegfried‹ haben deshalb Barbara Kalender und Jörg Schröder ein neues Vertriebssystem entwickelt: Sie stellen nur so viele Exemplare von ›Schröder erzählt‹ im Desktop-Verfahren her, wie die Subskribenten im voraus bezahlt haben. So entsteht kein Lager, in welches Erniedrigte und Beleidigte vollstrecken können. Auch die Jubiläumsausgaben werden nach diesem Konzept angefertigt: Erst wenn die jeweilige Ausgabe bestellt und bezahlt ist, wird sie hergestellt, nummeriert, signiert und versandt. Natürlich ist es schade, dass dieses Konzept keine größere Öffentlichkeit für ›Schröder erzählt‹ zuläßt. Aber das ist angesichts des Inhalts eben nicht möglich. Und sehen wir es positiv: Wir können froh sein, dass ›Schröder erzählt‹ überhaupt veröffentlicht und zugänglich ist, wenn auch nur für die happy few. 

FAQ 4: Warum ist die Jubiläumsausgabe so teuer, und wer soll sie kaufen?
Die Folgen von ›Schröder erzählt‹ werden von Barbara Kalender und Jörg Schröder gesetzt und als Druckvorlagen am Mac ausgegeben. Nach dem Ausdruck wird jedes Exemplar dem Subskribenten persönlich gewidmet, signiert und anschließend von Hand gebunden. Es handelt sich also um eine bibliophile Autorenedition. Die Durchschnittsauflage aller Folgen des Gesamtwerks beträgt 400 nummerierte Exemplare. Jede Folge kostet 35 Euro, die 50 Folgen der Jubiläumsedition mithin 1750,- Euro. Die fünf Kassetten sind ein Bonus für die Bezieher der Jubiläumsausgabe. Dies ist ein angemessener Preis für eine Edition im Genre des Künstlerbuchs.
Der bisherige Kreis der ›Schröder erzählt‹-Subskribenten besteht aus Freunden der Literatur aller Art, darunter Autoren, Künstler, Buchhändler, Verleger, Journalisten, Universitäts-Instituts- und Spezialbibliotheken und natürlich den März-Sammlern. Nach neuesten Marktforschungsergebnissen teilen sich die Konsumenten in sieben Gruppen. Davon kommen für ›Schröder erzählt‹ immerhin 27 % in Frage, nämlich: Abenteurer (3 %), Hedonisten (11 %), Genießer (13 %). Die restlichen 73 % – also Harmoniser (23 %), Traditionalisten (24 %), Disziplinierte (10 %) und Performer (6 %) – sind vermutlich weniger interessiert . Die kaufen eher Coffee-Table-Books, Szene-Hypes oder eben digitalen Luxus.

FAQ 5: Die Wahrheit in ›Schröder erzählt‹.
Zum Thema Wahrheit in der Literatur bringen wir ein Zitat aus einer der letzten Folgen von ›Schröder erzählt‹ mit dem Titel ›Eitelkeit auf Eitelkeit‹: Ob das große Welttheater uns jemals Wahrheit bieten kann? Unser blauer Planet rollt so oder so dahin. Wahrscheinlich bleibt einem Schriftsteller nur der Versuch, so wahrhaftig wie möglich zu erzählen. Leider stehen aber auch Leute, die nicht zu den Renegaten, Theoriekaspern, Anpaßlern und Karrieristen gehören, die sich vielmehr als randständige, nicht marktkonforme, stets scheiternde Geniedarsteller gebärden, sehr oft mit der Wahrheit auf Kriegsfuß. Dabei ist doch das Streben nach Wahrheit das einzige Prinzip, für das es sich lohnt, diese ganze bescheuerte Schriftstellerei überhaupt zu betreiben, denn das Geld, das man damit verdient, reicht nicht zum Leben und nicht zum Sterben.
Florian Havemann ist solch ein Herzchen, der die Fakten immer so darstellt, wie es ihm passt. In seiner jüngst erschienenen, dicken Autobiographie mit dem schlichten Titel ›Havemann‹ schreibt er: »Das Buch ist meine Wahrheit.« Er bildet sich auf diesen dumpfesten aller Gemeinplätze eine Menge ein, und die Kritiker wiederholen den gedankenlosen Satz wie ein Axiom. Dabei liegt doch auf der Hand, dass »meine« oder »deine« Wahrheit ein Widerspruch in sich ist. Die Wahrheit ist kein Glücksspiel wie ›Meine Tante, deine Tante‹, und sie ist nur ohne Possessivpronomen zu haben. Zwar haben wir schon in der Untersekunda von Sokrates gelernt, dass die Suche nach der Wahrheit nur im Hinterfragen von Argumenten und Erfahrungen gelingen kann und selbst bei größter Anstrengung keine absolute Wahrheit zu erzielen ist. Auch Max Horkheimer sieht das so, aber seine Paraphrase zum Begriff der Wahrheit taugt zur Maxime: »Wir werden nie im Besitz der Wahrheit sein, und deshalb wird auch niemals ein totales fertiges System zu entwerfen sein. Was wir aber tun können, ist nichts anderes, als diese Wahrheit im Denken, die wir nicht positiv bezeichnen können, aber die doch immerhin eine solche Macht bedeutet, dass wir sehen, was unwahr ist, was nicht recht ist, was gegen die Ideen gerichtet ist, die wir mit dem Begriff der Wahrheit verbinden, diese Wahrheit im Denken zu erhalten.« Eine schlichte Forderung, die man an jeden Autor stellen muss, der sich anschickt, autobiographisches Material zu verwenden.

FAQ 6: Wer hat sich schon positiv zu ›Schröder erzählt‹ geäußert?
Arnfried Astel, Karl-Heinz Bohrer, Henryk M. Broder, Mathias Bröckers, Jürgen Busche, Michael Buselmeier, Jockel Butzbach (i. e. Jörg Fauser), Diedrich Diederichsen, Georg Diez, Wiglaf Droste, Ekkehard Faude, Nils Folckers, Rainald Goetz, Albrecht Götz von Olenhusen, Gerhard Henschel, Frank Hertweck, Helmut Höge, Lorenz Jäger, Peter W. Jansen, Hans-Klaus Jungheinrich, Wolfram Knorr, Helmut Kreuzer, Karl Krolow, Detlef Kuhlbrodt, Erwin von Löw, Toni Meissner, Jochen Meyer, Michael Mönninger, Robert Neumann, Ulrich Ott, Thomas Palzer, Tine Plesch, Georg Ramseger, Matthias Reichelt, Stefan Ripplinger, Dorothea Roth, Jürgen Roth, Uve Schmidt, Michael Schreiner, Christian Schultz-Gerstein, Sabine Schultze, Uwe Schweikert, Gustav Seibt, Claudius Seidl, Kay Sokolowsky, Wolfgang Spindler, Jörg Sundermeier, Kurt Lothar Tank, Horst Tomayer, Jamal Tuschick, Klaus Völker, Henner Voss, Volker Weidermann, Florian Felix Weyh, Arno Widmann, Helmut Ziegler, Dieter E. Zimmer, Christian von Zittwitz, Gerhard Zwerenz. (siehe dazu auch ›Das A und O‹)

FAQ 7: In welchen Bibliotheken bzw. Sammlungen befinden sich Ausgaben von ›Schröder erzählt‹?
Bibliotheken, die das Gesamtwerk von ›Schröder erzählt‹ besitzen:
a) Deutschland
1 Universitätsbibliothek Frankfurt a. M. 2 Universitätsbibliothek Mainz, Institut für Buchwesen 3 Humboldt Universität Berlin 4 Humboldt Universität Berlin, Heiner Müller Archiv 5 Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin 6 Bayerische Staatsbibliothek, München und Augsburg 7 Universitätsbibliothek München 8 Deutsche Nationalbibliothek, Frankfurt a. M.  9 Deutsche Nationalbibliothek, Leipzig 10 Deutsches Literaturarchiv, Bibliothek, Marbach a. N.  11 Deutsches Literaturarchiv, Handschriftenabteilung, Marbach 12 Hamburger Institut für Sozialforschung 13 Staatsgalerie Stuttgart, Sohm-Archiv 14 Stiftung Sammlung Falckenberg, Hamburg 15 Neuer Berliner Kunstverein, n.b.k.
b) Ausland:
16 Staatsbibliothek Luxemburg 17 University of Iowa 18 Library of Congress, Washington 19 The Widener Library, Harvard University, Cambridge
Bibliotheken, die Einzelfolgen von ›Schröder erzählt‹ bezogen haben:
a) Deutschland:
20 Zentral- und Landesbibliothek, Berlin  21 Württembergische Landesbibliothek, Stuttgart 22 Universität Osnabrück, Bibliothek Vechta 23 Ruhr Universität, Bochum 24 Thüringische Universitäts- und Landesbibliothek, Jena 25 Landesbibliothek, Oldenburg 26 Universitätsbibliothek, Potsdam
b) Ausland
27 Universitätsbibliothek, Basel 28 Kantons- und Universitätsbibliothek, Freiburg